Whale watching und Mangroven-wälder

Am Steg von La Bocana holte uns das Boot nach Juanchaco ab

Am Steg von La Bocana holte uns das Boot nach Juanchaco ab

Nach der ersten Woche in La Bocana hatte Pilar vor, über das Wochenende, mit uns und der Doctora (die einzige Ärztin des Dorfes), nach Juanchaco zu fahren. Juanchaco, war ein etwas touristischeres Dörfchen an der Pazifikküste, ca. eine Stunde mit dem Boot von La Bocana entfernt, und weitaus gepflegter als La Bocana. Von Juanchaco aus, fuhren die boote zum Whale watching und dieses war das letzte Wochenende an dem die Boote zu den Walen fuhren. Das wollten wir natürlich ausnutzen. Samstag am frühen Morgen machten wir uns mit einem kleinen Rucksack auf zum Steg und stiegen in das Boot ein was uns nach Juanchaco bringen sollte. Die Strecke von La Bocana bis Juanchaco unglaublich schön. Vom Meer aus sah die Küste paradiesisch aus und das Wetter war traumhaft.

Ankunft in Juanchaco

Ankunft in Juanchaco

In Juanchaco angekommen liefen wir als erstes zu einem kleinen Laden der Saft verkaufte. Nach einer Woche in La Bocana vermisste ich die frisch gepressten Säfte die in ganz Kolumbien überall am Straßenrand verkauft wurden und einfach unglaublich lecker waren wegen der vielen verschiedenen tropischen Früchte. Mit unseren Säften warteten wir also am Steg in Juanchaco bis die Doctora, sie hieß Madelegne, nachkam. Sie hatte am Morgen noch 2 Untersuchungen in La Bocana und konnte das erste Boot, welches wir genommen hatten, nicht erreichen.

Ein kleines Boot voll mit Passagieren auf den Weg zu den Buckelwalen

Ein kleines Boot voll mit Passagieren auf den Weg zu den Buckelwalen

Buckelwal in Sicht

Buckelwal in Sicht

Als Madelegne dann da war fuhren mit kleinen Holzbooten auf die ca. 20 Leute passten raus aufs Meer zum Whale watching. Es dauerte nicht lange bis wir die Rückenflosse von einem kleinen Buckelwal sahen. Alle Passagiere waren so begeistert das das Boot vom Übergewicht auf der rechten Seite fast umkippte :D. Leider wurde schnell einem Kind auf unserem Boot wurde schlecht, wir blieben also nicht lange draußen und konnten nicht so wirklich viel Wale sehen. Am Nachmittag fuhren wir ein zweites Mal raus. Dieses Mal war ein voller Erfolg, wir konnten ein Mutter-Wahl mit Kalb beobachten. Nach der zweiten Fahrt wusste ich: ich würde nie wieder zum Whale watching raus fahren. Die Wale wurden teilweise den ganzen Tag von Booten belagert und ich hatte einfach das Gefühl das ich niemals mehr Teil so einer Belästigung und Eindringung in den natürlichen Lebensraum dieser wundervollen Wesen sein wollte.

André am Walesichten auf dem viel zu kleinen Whale watching Boot :D

André am Walesichten auf dem viel zu kleinen Whale watching Boot 😀

Unser Hotel in Juanchaco, direkt mit Diskotheek unten drunter.

Unser Hotel in Juanchaco, direkt mit Diskotheek unten drunter.

Am Abend gingen wir ans Meer, direkt vor unserem Hotel schwimmen und tranken viche. Madelegne hatte den kolumbianischen Kräuterschnaps gekauft. Viche sollte ganz viele heilende Kräfte haben also wollten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen :D. Nach dem schwimmen saßen wir also am Meer, schauten uns den Sonnenuntergang an und prosteten auf Gott und die Welt. Fasziniert hörten wir drei uns Madelegnes Geschichten bis in die späten Abendstunden an. Sie erzählte über die Einwohner La Bocanas, berichtete über die schlimmsten tropische Krankheiten die wir alle bekommen würden und sagte unsere Vergangenheit und Zukunft voraus (Sternzeichen Esoterik und so :P)

Ausblick aufs Meer von unserem Hotel in Juanchaco.

Ausblick aufs Meer von unserem Hotel in Juanchaco.

Am nächsten Tag standen wir früh auf um uns die Mangroven anzuschauen. Und ehrlich gesagt war ich trotz des langen Vorabends ganz froh früh aufzustehen. Das Zimmer in dem wir geschlafen hatten war total stickig. Die Fenster waren zugenagelt und schon um 7uhr morgens kam es uns wie in einer Sauna vor. Wir hatten uns am Vorabend das günstigste hotel in Juanchaco ausgesucht und waren einfach total müde ins Bett gefallen. Wir gingen Frühstücken, Rührei mit Pandebono wie immer, im Restaurant neben unserem Hotel und die Mangroven-Tour danach war das i-Tüpfelchen des Wochenendes.

Tour durch den Mangroven Wald

Tour durch den Mangroven Wald

Wir fuhren, für umgerechnet 6€ pro Person, mit einem kleinen Motorboot durch die Mangroven Wälder. Eigentlich wäre ein Kanu besser gewesen aber wir hatten nicht genug Zeit um die lange Kanu-tour zu machen. Trotz Motorbootes waren die Mangroven-wälder wirklich atemberaubend.

Mangroven

Mangroven

Ein kleiner Wasserfall auf dem Weg zur Lagune

Auf dem Weg zur Lagune

Mitten im Mangroven-wald kamen wir an einem riesen Wasserfall mit einer Lagune an. Wir sprangen von den Felsen neben der Lagune mitten ins Glasklare Wasser und badeten im erfrischenden Wasser, eine wunderbare Abwechslung zur ständigen Hitze.

Auf der Fahrt zurück in die Bocana entschlossen wir einen kleinen Umweg nach Buenaventura zu machen um einkaufen zu gehen. Unser gekauftes Wasser ging zu neige und Madelegne hatte uns wirklich ein paar Schauergeschichten, über Parasiten und grausamen Krankheiten die man durch das Regenwasser bekommen kann, erzählt. Pilar fuhr von Buenaventura weiter zurück nach Cali um ein paar Tage an ihren gesammelten Daten zu arbeiten und danach für 8 Tage in die anderen Fischerdörfer fuhr. Wir fuhren abends von Buenaventura zurück in die Bocana und fielen an dem Sonntagabend todmüde und überschwemmt von den vielen tollen Eindrücken ins Bett. Ich war gespannt wie die nächste Woche meines Projekts in La Bocana, ohne Pilar, werden würde und ob wir die 6 Monate am Pazifik wohl ohne Malaria überstehen würden.

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2 Kommentare

  1. Inge 28. November 2016

    Ich hoffe doch sehr das ihr die Zeit in Kolumbien ohne Malaria übersteht. Weiterhin aber viele schöne Eindrücke die ihr von dem Land mit nach Hause bringt. Liebe Grüsse aus Cux. 🙋🏻. und was ist damit 💃🏻

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