Von Pereira nach Cali

Auf dem Weg von Pereira nach Cali

Auf dem Weg von Pereira nach Cali

Die Busfahrt von Pereira nach Cali dauerte 3 Stunden, diese verging aber relativ schnell weil wir die ganze fahrt lang schliefen oder aßen (überall wo der Bus anhielt, kamen Zwei bis Drei Verkäufer in den Bus um geschnittene Mangos und Papayas, Bananenchips oder Empanadas de Guayaba (Teigtaschen mit einer süßen Guayaba Frucht Füllung) loszuwerden. Wir kauften natürlich alles :D. Mit vollen Bäuchen kamen wir in Cali an, wo Pilar, die kolumbianische Doktorandin mit der ich mein Forschungsprojekt an der Pazifikküste machen werde, schon auf uns wartete.

Erste Eindrücke in den Straßen Cali's

Erste Eindrücke in den Straßen Cali’s

Wir fuhren zu dritt in einem dieser typischen gelben und winzigen kolumbianischen Taxi‘s in die Wohnung von ihrer Mutter, in welcher wir für die Nacht bleiben konnten. Nach einem spartanischen auspacken gingen in einem Europa ähnlichen Restaurant (genannt Crepes & Waffels) essen. Mit „Europa ähnlich“ meine ich ein Restaurant in dem es eine Menükarte gab und Preise wie in Europa. Ich bestellte einen Salat (An Salat mangelte es normalerweise bei den kolumbianischen Gerichten) und wir redeten darüber wie das Projekt für sie bisher gelaufen war und was mich zu erwarten hatte.

Mit Im Zentrum Cali's.

Im Zentrum Cali’s.

Pilar war schon seit einem Monat in Kolumbien und arbeitete an ihrer Doktorarbeit über die Fangmethoden der Handwerkliche Fischerei in Drei Afrokolumbianischen Fischerdörfchen der Umgebung von Buenaventura, einer der größten Hafenstädte an der Pazifikküste Kolumbiens. Buenaventura befand sich ca. 3 Stunden über die Berge in Richtung Küste, von Cali entfernt und in einem der Drei Fischerdörfchen würde ich Daten für meine Masterarbeit über die Garnelenfischerei sammeln. Ich war schon mega gespannt und wir planten am nächsten Tag früh aufzubrechen um nach La Bocana zu kommen, das Fischerdorf in dem ich die nächsten 6 Monate arbeiten sollte. Aber vorher musste ich noch ein paar Einkäufe machen und mein Handy zum laufen bringen. Ich war nämlich so schlau gewesen mir eine Kolumbianische Simkarte zu kaufen und diese in ein Deutsches Handy zu stecken. Was zur folge hatte das mein Handy gesperrt wurde und ich gar keine anrufe mehr machen konnte. Das ganze lag an der hohen Diebstahls-rate in Kolumbien. Da die Imei Nummer von meinem Deutschen Handy nicht erkannt wurde und somit nicht mir der Kolumbianischen Simkarte in Verbindung gebracht werden konnte, wurde das Handy prompt blockiert und wir somit stundenlang in dem Claro Laden (Claro = Kolumbianische Telefongesellschaft) anstehen mussten und uns mit dem Verkäufer auseinandersetzten bis die ganze Sache in Ordnung gebracht wurde. Das Ende der Geschichte war ein neues Handy zu kaufen für welches wir die gekaufte Simkarte anmelden konnten.

Künstlerische Fassade in Cali's Straßen

Künstlerische Fassade in Cali’s Straßen

Chiva; ein traditionelles Transportmittel auf Strecken von den Dörfern in die Städte.

Chiva; ein traditionelles Transportmittel auf Strecken von den Dörfern in die Städte.

Zuletzt verbrachten wir noch einen schönen Abend in Cali mit Pilar, ihrem Bruder Hernan und dessen Freundin Angi. Wir tranken ein paar Bier und aßen Empanadas de res in ein paar tollen Bars in der gegend San Antonio mit atemberaubenden Blick über den Dächern Cali’s. Der eine Abend in Cali war wirklich schön und wir freuten uns schon auf unseren nächsten Besuch in Cali, aber als erstes war jetzt wichtig nach Buenaventura zu fahren und mein Forschungsprojekt in La Bocana in die Wege zu leiten.

Das schönste Cali's ist der "Rio Cali", ein Fluss der durch die ganze Stadt fließt.

Das schönste Cali’s ist der „Rio Cali“, ein Fluss der durch die ganze Stadt fließt.

 

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