Santa Marta, Taganga & Parque Tayrona

Santa Marta, eine der ältesten Städte Südamerikas, mit einem riesen National Park und Naturschutzgebiet, in dem noch echte Indianer Stämme Leben. Mega interessant, dachten wir uns, und fuhren von Cartagena aus in das nächste Abenteuer. Die Busfahrt sollte 3,5 Stunden dauern. Aber wie erwartet und auch ganz und gar Kolumbianisch, dauerte die Fahrt ca. 5 Stunden. War aber nicht so schlimm…. Wir fuhren durch dürre Felder und Wohngegenden entlang der Karibik Küste. Und die Wohngegenden waren wirklich sehenswert. Aussteigen wollte man zwar eher nicht, aber anschauen gerne, vom angenehmen Sitzplatz aus und auch noch in der ersten Reihe des Busses :D. Auf der linken Seite der Fahrbahn, befanden sich kleinen Häuser, oder Blechhütten, welche nah aneinander eine Art Wohngegend direkt am Meer formten. Überall lag Müll, Plastik und Schotter. Viele der Häuser waren noch nicht fertig gebaut oder schon kurz vorm einfallen. Zwischen und vor den Häusern befanden sich ein paar Büsche und Palmen und natürlich etliche kleine Straßenstände an denen die Einheimischen Obst, Säfte, Kaugummis, Arepas und Chorizos verkauften. Kabel hingen an den Häusern und Kabel-mäste durchquerten die engen Straßen zwischen den Häusern. Auf der rechten Seite waren die selben Häuser und dahinter ein großer See, wahrscheinlich kein Natursee, eher ausgebaggert. Ein paar Holz-flöße mit Blechhütten befanden sich direkt auf dem See auf einer Art Ponton. Und auf dem Weg hatten wir dann die Befürchtung das Santa Marta noch viel runtergekommener Unterkünfte und Gegenden hätte als unser letzter Ort, die Islas del Rosario. Aber diesem war dann glücklicherweise doch nicht so. Die Gegend durch welche wir mit dem Bus fuhren nannte sich Ciénaga und bis Santa Marta dauerte es noch ca. eine Stunde, über eine Große Brücke, in die Natur und in eine Alte Kolonialstadt.

Angekommen in Santa Marta sah die Lage also gar nicht so schlecht aus. Wir hatten ein angenehmes Hotel direkt in der schönen Altstadt gebucht und ca. 3 Querstraßen vom Hafen entfernt (namens Ribai Hotel). Wir brachten schnell unsere Koffer aufs Zimmer und liefen runter zum Hafen. Wir hatten nämlich großen Hunger nach der langen Busfahrt und fanden ein gute Cevicheria direkt im Hafen, in dem es natürlich nur Ceviche gab, Garnelen, Fisch, Schnecken, Tintenfisch oder Rochen, oder allem zusammen… Sehr lecker!

Zurück im Hotel buchten wir unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte in der nähe des Parque Nacional Tayrona. Wir brachen am nächsten Morgen früh auf und fuhren vom Mercado de Santa Marta mit dem Bus, ca. eine Stunde, zum National Park. Die meisten stiegen gleich am Park aus, doch wir fuhren eine Station weiter zu unserem Eco-Hotel. Wirklich eines der schönsten, idyllischsten Hotels in dem ich bis jetzt war. Das Hotel hieß Posada Ecoturistica Wiwa. Wir wohnten in einer Holzhütte mit Strohdach, zwischen Palmen und Hängematte davor. In der Holzhütte sah es aus wie in einem gemütlichen Wohnzimmer, mit weißen Kingsize Betten und einem gut ausgestatteten Badezimmer. Und am selben Tag hatten wir noch ein unvergessliches Abenteuer. Der Inhaber vom Hotels organisierte eine Tour durch den Dschungel, auf einem See, auf einem Gummireifen! Und genauso lustig wie sich das anhört, war es aus. Wir saßen also mit Rettungswesten, Cappies und Badesachen auf einem Gummireifen, froren uns den A**** ab wegen des Kühlem Frischwassers im See und bekamen Sonnenbrand auf den Armen und Beinen… Wir fuhren ca. 2 Stunden, in Begleitung eines Einheimischen, den Fluss runter. Wir fuhren praktisch durch den Dschungel, in welchem die Affen von Baum zu Baum sprangen und wir diese von unseren Gummireifen aus beobachten konnten. Und das Highlight der Tour was das Ende, im Meer. Jeder Fluss fliest ins Meer und so wir auch. Abends waren wir zurück in unserer Hütte und die Hausdame hatte für uns Tintenfisch mit Patacon und Reis zubereitet. Wundervoller Tag :).

Unsere Hütte in der Posada Ecoturistica Wiwa, ein Traum :)!!

Unsere Hütte in der Posada Ecoturistica Wiwa, ein Traum :)!!

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Vom Fluss, ins Meer

Am nächsten Tag gingen wir dann ca. um halb 9 in den Parque National Tayrona. André hatte am Vortag schon unsere Eintrittskarten besorgt für 23.000 Pesos pro Person. Diese muss man nämlich wirklich einen Tag vorher besorgen, weil man sonst eventuell nicht mehr reinkommt sobald der Park sein Limit an Touristen erreicht hat. Nach dem langen Anstehen am Eingang und eine kurzen Kontrolle unserer Rucksäcke, durften wir dann endlich rein. Als erstes Fuhren wir mit einem kleinen Bus ca. 8 Kilometer in das innere des Parkes. Von dort aus, machten wir eine Wanderung durch den Dschungel ans Meer. Eine traumhafte Strecke und am ende befand sich ein traumhafter Ausblick auf das Meer. Wir schauten von einem Ausblicks-punkt am ende des Dschungels, auf einen einen Menschenseelen verlassenen, weißen Strand am türkisen Karibik Meer. Unglaublich magisch dieser Ort. Nach unserer 2 Stündigen Tour entschieden wir uns an einen dieses Strände zu chillen und verbrachten dort den ganzen Tag. Ich glaube das war eine der schönsten Strände in meinem bisherigen Leben (abgesehen von dem Strand in Baracoa, Cuba).
Den sieben stündigen Marsch durch den Dschungel hinter dem Strand, in Richtung Indianer Dorf, sparten wir uns. Es war zu heiß, zu stickig, die Strecke sollte voraussichtlich 3 Stunden Bergauf und 4 Stunden Bergab gehen und wir entschlossen uns dagegen und genossen den Tag am Strand. Nur zu empfehlen :).

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Erst durch den Dschungel… im Parque Nacional Tayrona.

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…und dann am ende des Dschungels das Meer

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Blick auf das türkise Meer

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Blick auf den traumhaften Strand im Parque National Tayrona

Unseren letzten Tag an der Karibik Küste verbrachten wir in Taganga. Einem kleinen Fischerdorf 15 Minuten mit dem Bus von Santa Marta entfernt. In Taganga aßen wir Langusten in der Ballena Azul und sahen uns den Sonnenuntergang am ende der Bucht an. Taganga bestand aus einer kleinen Stadt in einer Bucht. Die Bucht war auf der einen Seite übersät mit Fischerbooten und auf der anderen Seite mit Restaurants und Bars und einem kleinem Strand an dem ein paar Backpacker lagen. Ein ruhiger und perfekter Ort um einen Tag entspannt ausklingen zu lassen.

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Wieder leckere Lobster in der Ballena Azul, Taganga.

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Sonnenuntergang am Strand von Taganga

Von Santa Marta aus ging unser Flug am fünften Tag der Woche Richtung Inland. Medellín wir kommen! Ich freute mich riesig auf die erfrischende Bergluft, etwas Abkühlung von der Karibik und eine saubere Kolumbianische fast-Hauptstadt. Ich war gespannt was uns erwartete…

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