Parque del Café und Salento

Einer der besten Ausflüge der Woche im Kaffeedreieck war der Parque del Café, ein Park in der Nähe Armenias, ca. eine Stunde von Pereira entfernt. In dem Park konnten wir alles Mögliche über die Kaffeegeschichte Kolumbiens erfahren, dazu gab es Attraktionen wie Achterbahnen, Wasserrutschen, Restaurants, umwerfende Waldwege durch die Kaffeelandschaft, Kaffee-fincas die man sich anschauen konnte und lifte die von einem Ort zum anderen über die Berge fuhren. Und wenn das nicht reicht gab es auch noch ein Musical dazu mit kolumbianischen tanz in einem traditionellen Ambiente.

Ausblick über den Parque del Café

Ausblick über den Parque del Café

Das Ganze gab es dann zu einem Spezial Preis von 31 Tausend Pesos pro Person (ca. 10€) einschließlich Mittagessen in einem der unzähligen Restaurants die über die Berglandschaft verteilt waren. Wenn man das mit Europäischen Preisen vergleicht war dies wirklich ein Witz. Uns fiel mal wieder auf das es kaum ausländische Touristen gab und der Park hauptsächlich von Kolumbianern besucht wurde, zudem also eine sehr traditionelle Atmosphäre und man fühlte sich nicht wegen überteuerten Preisen verarscht wie bei den üblichen Attraktionen.

Die Kaffeebauern am Feld bewirtschaften

Die Kaffeebauern am Feld bewirtschaften

Kaffebaum im Parque Cafetero

Kaffebaum im Parque del Café

Sessellift im Kaffeepark

Sessellift im Kaffeepark

In der Woche in Pereira fuhren wir also von einem Ort zum anderen und lernten einiges über die Kolumbianische Kultur kennen:
Erstens, das günstigste und beste Essen die Almuerzos sind: Mittagessen bei denen es immer eine Suppe, einen Hauptgang und einen frischen Saft oder Limonade gab, für einen Preis von 6000 bis 8000 Pesos (ca. 2 bis 3€).
Zweitens, Kolumbianer verbrachten am liebsten ihre freien Tage, wie sonntags, in riesigen Einkaufszentren, in denen sie einfach mit der ganzen Familie an den Schaufenstern vorbei liefen ohne etwas zu kaufen, außer hier oder da mal eine Kleinigkeit zu essen oder ein Eis. Drittens, die zahlreichen Säfte, die es an jedem Straßenrand gibt, sollte man immer ohne Zucker bestellen, weil man sonst einen Zuckerschock bekommt.
Viertens, die Kolumbianer hören einfach immer und überall Musik, so laut wie es nur geht und am besten lateinamerikanische Musik, von Salsa bis Reaggeton.

Doch leider machte sich unsere Vermutung, dass es so gut wie keine ausländische Touristen in Kolumbien gibt, zunichte als wir das Dorf Salento besuchten. Salento war ein kleines und gemütliches Dorf im Berg Tal des Kaffeedreiecks. Uns wurde das Dorf als sehr schönes handwerkliches Dorf beschrieben und als wir in den Bus dahin stiegen, lernten wir den ersten deutschen Backpacker kennen. Wir dachten das wäre Zufall, doch angekommen in Salento, konnten wir kaum glauben wie sich so viele Touristen an einem so kleinen Ort konzentrieren konnten. Auf dem Hauptplatz des Dorfes wimmelte es nur so von Backpackern, zu erkennen an der Wind und Wetter Kleidung, den blonden Haaren und viel zu großen regendichten Rucksäcken :D. Bei Salento handelte es sich eigentlich nur um ein kleines rustikales Dorf mit einer einzigen Straße voll mit Hippie-Läden in denen man Schmuck und Kleidung kaufen konnte und ein paar Kaffees in denen es unterschiedliche Torten gab die man sonst in Kolumbien nicht bekam. Am Ende der Straße konnte man eine lange Treppe hochsteigen und vom Berg aus auf das Dorf schauen.

Salento

Salento

Auf dem Berg Salento's

Auf dem Berg Salento’s

Schön war‘s, aber ein Nachmittag reichte uns bevor wir schnell wieder nach Pereira zurückfuhren und mit Pablo in unserem „Stammrestaurant“ direkt gegenüber von seiner Wohnung, leckeres kolumbianisches essen zu Genießen (ja das essen hier in Kolumbien ist wirklich der Hammer!)

Das letzte Wochenende in Pereira verbrachten wir wieder zusammen mit Pablo und seiner Freundin. Ein Tag fuhren wir in den botanischen Garten von Pablos Universität (UTP). Es handelte sich aber nicht nur einfach um einen botanischen Garten wie man es in Europa erwarten würde, sondern um einen echten Dschungel direkt neben der Uni, in dem die Studenten, zwischen den Vorlesungen, Kolibris, bunte Kröten, und türkis-leuchtende Schmetterlinge beobachten konnten und sich nebenbei in einem Kletter-wald der sich direkt im Dschungel befand, amüsieren konnten und von Baum zu Baum über einen großen Fluss schwingen konnten. Ich war erstaunt wie vielfältig Kolumbien war und was für unglaublich schöne Natur man hier einfach so vor der Haustür haben konnte.

Durch den botanischen Garten Pereira's

Durch den botanischen Garten Pereira’s

Der Abschied von unseren beiden Gastgebern und neu gewonnenen Freunden fiel uns nicht leicht, aber das wirkliche Abenteuer, an der Pazifikküste Kolumbiens, erwartete uns noch. Wir nahmen Montagmorgens den ersten Bus der nach Cali fuhr, in die Stadt des kolumbianischen Tanzes.

Bambus-wald im botanischen Garten Pereira's

Bambus-wald im botanischen Garten Pereira’s

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2 Kommentare

  1. Monika 2. November 2016

    Hallo liebe Lisa! Es ist sooooo schön von euch zu lesen. Ich hoffe ihr habt euch aklimatisiert. Wie schön das ihr eure Zeit so genießen könnt. Sende euch liebe Grüsse aus dem Westerwald

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