Parasiten und Erholung in Cali

Der Rio Cali fließt mitten durch die Stadt

Der Rio Cali fließt mitten durch die Stadt

Am Sonntag wachten wir im schönen Cali auf, die Geräusche am frühen Morgen in der Großstadt waren wie im Dschungel: Vogel Gezwitscher, ein Fluss der direkt vor unserer Haustür vorbei fließt und tausende von Grillen.

Doch leider hatte ich die Nacht nicht ganz so gut überstanden wie ich dachte. Schon auf der Busfahrt am Vortag, von Buenaventura nach Cali, hatte ich gemerkt das mein Magen nicht ganz in Ordnung war. Und an diesem Morgen war das komische Gefühl im Magen nicht besser geworden. André fühlte sich genauso. Doch erstmal beateten wir beide dies nicht weiter. Wir dachten das wir vielleicht einfach nur etwas Falsches gegessen hatten und der Magen sich dem Kolumbianischen Essen anpassen musste.

Chiva: das traditionelle Transportmittel von den Städten Kolumbiens in die umliegenden Dörfer

Chiva: das traditionelle Transportmittel von den Städten Kolumbiens in die umliegenden Dörfer

Im Fischrestaurant mit Pilar's Familie

Im Fischrestaurant mit Pilar’s Familie

Am Sonntag aßen wir mit Pilars Familie in einem Fischrestaurant zwischen den Märkten Calis. Das Essen war lecker, aber nicht so lecker wie am Pazifik. Und wieder stellte ich fest das das Kolumbianische Essen sehr fettig war, etwas das mir in diesem Moment nicht so gut bekam. Am nächsten Tag hatte sich mein Magen nicht verbessert, trotzdem dachten André und ich, dass wir ein starkes Immunsystem hätten und sich das schon wieder von selbst richten würde. Wir verzichteten auf fettiges und Kohlenhydrate-reiches Essen und aßen den ganzen Tag nur Obst und andere leichte Kost…

Cali's Straßen sind übersäht mit Grafitties

Cali’s Straßen sind übersäht mit Grafitties

Blick über Cali von San Antonio aus

Blick über Cali von San Antonio aus

Wir entschlossen die Woche in Cali zu nutzen um endlich Salsa tanzen zu lernen. Denn wo konnte man besser Salsa lernen als in der Hauptstadt des Tanzes. Wir meldeten uns für einen Intensivkurs in einer Tanzschule im Stadtteil San Antonio an. Eines der schönsten Stadtteile Cali’s, was Architektur betrifft und von dem man über ganz Cali schauen kann. Wir verteilten die 5 Tanzstunden die wir gebucht hatten auf die nächsten Tage und freuten uns schon auf den morgigen Tag.

Lange Stunden Krankenhaus in Cali.

Lange Stunden Krankenhaus in Cali.

Doch der morgige Tag fing nicht so rosig an. Wir beide hatten die Nacht durch tierische Magenkrämpfe und Durchfall gehabt und so blieb uns nichts Anderes übrig als am nächsten Tag ins Krankenhaus zu fahren und unsere erste Tanzstunde abzusagen.
Im Krankenhaus kamen wir direkt an den Tropf. Wir waren vollkommen dehydriert… Nach einer ausführlichen Blut und Stuhl Untersuchung wurde festgestellt: wir hatten Parasiten! :O Was war auch anderes zu erwarten, wir hatten 3 Wochen in der schimmeligen Bocana gelebt, Obst von der Straße und selbstgemachtes Eis aus Regenwasser gegessen. Wir waren zwar vorgewarnt wurden das das Wasser in der Bocana nicht sauber war und das wir sehr aufpassen sollten aber irgendwie hatten wir uns zu wohl gefühlt und André’s dreitägige Magenverstimmung vor einer Woche hatte uns anscheinend nicht gereicht. Wir schrieben uns das hinter die Ohren und zogen unsere Antibiotikakur 5 Tage durch.

Antibiotikakur und hydration

Antibiotikakur und hydration

Flamingo's im Zoo Cali

Flamingo’s im Zoo Cali

Während der 5 Tage Antibiotika, genossen wir Cali’s Atmosphäre, schauten uns Cali‘s Zoo an, machten unsere Tanzstunden und aßen brav Porridge, trockene Kekse, Suppen und Bananen bis wir verstopfung hatten :D. Unser Zustand verbesserte sich…

Sträuße im Zoo Cali :D

Jeder braucht einen Freund

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Im Mariposiario (Schmetterling’s Haus), Zoo Cali.

Entspannung pur :)

Entspannung pur 🙂

Am Freitag beschlossen wir mit Pilar in die Östlichen Berge Cali’s zu fahren um Pilars Mutter, Miriam, übers Wochenende zu besuchen. Was uns in den Bergen erwartete war ein Traum von einer Finca mitten im Wald mit Blick über die Stadt Vijes (ein kleines Dorf in der Nähe Cali’s). Es war atemberaubend schön und die perfekte Umgebung damit wir uns vollkommen erholen konnten.

André hat ein paar neue Freunde gefunden. Auf Miriam's Finca.

André hat ein paar neue Freunde gefunden. Auf Miriam’s Finca.

Auf der Finca wurde alles selbst angebaut. Es gab reichlich Gemüse und tropisches Obst wie Mangos, Papayas, Orangen, Limetten, Mandarinen, Avocados, Bananen, Cherimoyas und Guanabanas 😀 sowie Pferde, Hühner und Hasen. Wir wollten eigentlich gar nicht mehr weg und ich fühlte mich endlich mal wieder so richtig wohl.

Blick über Vijes, von Miriam's Finca aus.

Blick über Vijes, von Miriam’s Finca aus.

 

Am Montag brachen wir aber wieder auf, die Arbeit rief und es war Zeit wieder ein paar Garnelen zu messen. Mit der Hälfte unseres Gepäcks und einem Haufen Obst fuhren wir früh am Morgen aus Cali mit dem Bus zurück nach Buenaventura. Diesmal, fuhren wir ohne Stau über die Berge und waren wir nach 3 Stunden im stickigen und Menschen-überfüllten Buenaventura Hafen angekommen. Wir kauften noch schnell ein paar Lebensmittel im Supermarkt ein und nahmen das kleine Bötchen Richtung Bocana um 1 Uhr mittags. Mal sehen was uns erwartete, wir hofften, dass die Fischer wieder Fischten und wir 3 Tage lang reibungslos Proben nehmen und Garnelen messen konnten.

Hach wie schön können Berge sein.

Hach wie schön können Berge sein.

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