Medellín

Rechtzeitig zum Wochenende flogen wir dann in die Partystadt Medellín. Vom kleinen Nationales Flughafen Santa Marta‘s aus ging der 55 Minütige Flug in die Berge, weit weg von der Karibik. Wir freuten uns auf die Bergluft und waren gespannt. Medellín sollte die zweite Hauptstadt Kolumbiens sein. In der „ersten“ Hauptstadt Bogotá hatten wir ja nicht so tolle Erlebnisse gesammelt.

Von Medellin’s Flughafen aus, fuhren wir mit dem Taxi durch geschlängelte Bergstraßen in die Metropole. Wir fuhren durch schöne Berggegenden mit Villen und grüner Natur. Unten im Tal konnte man schon die Zahlreichen Hochhäuser und Seilbahnen, die zurück in die Berge führten, erkennen. Spannend! Und diese Erfahrung machten wir auch in den kommenden 2 Tagen. Medellín war eine sehr Moderne Stadt! Im Gegensatz zum Rest von Kolumbien, und vor allem im Gegensatz zu Bogotá, war Medellín sehr sauber, hatte eine gute Infrastruktur, es gab eine Bahn die quer durch Medellín fuhr und sogar die „favelas“, beziehungsweise die ärmeren und schwerer zu erreichenden Wohngegenden, waren mit Seilbahnen verbunden.

Wie alle Städte Kolumbiens ist auch Medellín in „Comunas“ oder Stadtteile aufgeteilt, je nach Klasse und Einkommen. Unser Hotel „Lleras Green Hotel“ war im Süden der Stadt, in einem „gehobeneren“ Stadtteil, in dem vieeel gefeiert wurde. Das Hotel lag direkt am berühmten Parque Lleras, der umgeben von Restaurants, Clubs und Bars war. In diesem Viertel wurde wirklich jede Nacht gefeiert und Tagsüber gut gegessen. Man konnte von unserem Stadtteil einfach die anderen Stadtteile mit der Metro erreichen. Wir fuhren zum Beispiel in die Innenstadt, in der wir uns ein paar schicke Mützen kauften 😀 und leckere frische Säfte tranken. Das Zentrum von Medellín
unterscheidete sich nicht sonderlich von dem Rest Kolumbiens.

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Medellín, der platz vor der Metro

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Im Centrum Medellin’s

Dann gab es noch die ärmeren Viertel, die am Berghang gelegen waren. In oder eher über diese Viertel zu fahren war ein echtes Erlebnis. In der Komune 13, gibt es nämlich die angeblich längste Rolltreppe der Welt. Welche zwischen den kleinen und nah aneinander gereihten Häusern am Berghang hinauf fuhr.

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Eines der Wohngegenden am Berghang Medellin’s

Im Norden der Stadt kann man mit der Seilbahn, locker eine Stunde lang, hoch in ein Naturschutzgebiet fahren. Die Endstation nennt sich Parque Arvi und ist eine großer national park im Andischen Gebirge mitten in diesem Naturschutzgebiet. Die Temperatur ist oben im Parque Arvi ca. 15 Grad und sehr frisch, im Gegensatz zum angenehmen warmen Klima der Stadt, welche immer so ca. 24 Grad ist. Doch die Fahrt mit der Seilbahn war wirklich ein beeindruckend. Abends fuhren wir mit der Seilbahn wieder zurück in die Stadt und erwischten genau den Sonnenuntergang. Der Blick von oben auf die beleuchtete Stadt war wundervoll!

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Blick über Medellín

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Auf den Weg in den Parque Arvi

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An der Station oben im Parque Arvi gab es so eine Art Bauernmark, siehe André hier mit Gelatina. Die Frau im Hintergrund bereitet die Gelatina gerade zu! Interessant aber nicht zu lecker 😀

Zum Schluss schauten wir uns noch den Botanischen Garten in der nähe der Uni an und den Parque Explora, direkt an der Uni, an dem es das größte Süßwasser Aquarium Südamerikas gab. Sehr cool.

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Im Botanischen Garten

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Bananen. Botanischer Garten

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Orchideen. Botanischer Garten

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Ein Axolotl O.O im Terrarium vom Parque Explora

Im großen und ganzen waren wir alle begeistert von Medellín. Genauso hatten wir uns eine Südamerikanische Hauptstadt vorgestellt. Für André und mich stand fest; Medellín war unsere neue Lieblingsstadt Kolumbiens und auf jeden Fall der komplette Gegensatz zu Bogotá.

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