Islas del Rosario, Karibik pur!

Was ein Abenteuer! Gerade kommen wir zurück von den Islas del Rosario. 27 kleine Karibik Inseln ca. 1 Stunde von Cartagena entfernt. Ich sitze gerade auf meinem gemütlichen Bett in einem Hotel in Cartagena. Wir haben uns ein Hotel mit warmer Dusche und Frühstück gegönnt, denn wir brauchten Erholung von den Inseln. So lustig das klingt… 😀

Irgendwie hatte ich gedacht die Karibik wäre vollkommen anders als der Pazifik. Ich dachte, vor allem auf Karibischen Inseln, direkt neben der teuersten Stadt Kolumbiens, würden wir etwas Komfort finden. Aber so war es nicht, die Inseln unterschieden sich kaum vom Pazifik. Die Bevölkerung der Inseln bestand auch aus Afro-Kolumbianern, also ungefähr die selbe Kultur wie am Pazifik. Das essen und die Unterkünfte waren auch ähnlich. Ein Unterschied war natürlich das es  andere Fischsorten gab 😛 aber die Zubereitung war gleich… Aber ich erzähle erstmal von Anfang an:

Wir fuhren am Freitag morgen vom Muelle de la Bodeguita (der Touristen Steg) mit einem kleinen Boot von ca. 5m Richtung Islas del Rosario. Die fahrt war spannend, ein Typ erzählte uns ein wenig vom Hafen, von den verschiedenen Stadtteilen Cartagenas, die wir währen einer Tour durch den Hafen aus sehen konnten und ein paar Kinder tauchten nach Münzen die die Touristen vom Boot warfen…

Im Hafen von Cartagena. Auf den Weg zu den Islas del Rosario.

Im Hafen von Cartagena. Auf den Weg zu den Islas del Rosario.

Auf gehts auf die Islas del Rosario :D!!!

Auf gehts auf die Islas del Rosario :D!!!

Angekommen auf der Islas Grande, die Haupt-Insel der Islas del Rosario, waren wir fasziniert vom glasklaren und türkisen Wasser. Dies war natürlich der wichtigste Unterschied zum Pazifik und wir freuten uns auf ein paar Tage schwimmen, tauchen und am Meer entspannen. Die Isla Grande war die größte der 27 Inseln und auf dieser hatten wir unsere Unterkunft beim „Restaurante La Pola“ für 2 Nächte gebucht.

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Blick vom Boot aus auf die Isla Grande.

Wir hatten 2 Zimmer gebucht, über einen Freund. Bis dahin dachten wir noch, das dies ein Hotel wäre. Wir liefen von dem Steg aus, an dem uns das Boot ließ, mit einem Einheimischen durch den Dschungel, um zu unserer Unterkunft zu kommen. Der Dschungel war im Gegensatz zum Pazifik und zum Inland Kolumbiens eher dürr, ausgetrocknet und es war tierisch Heiss. Nach ca. 15 Minuten laufen quer über die Insel und durchs Gestrüpp, kamen wir wieder am Meer an. Wir erreichten ein Haus, das eigentlich nur aussah wie ein ziemlich simples Restaurant. La Pola, die Besitzerin dieses Restaurants kam aus dem Haus. Sie sagte uns sie müsse noch etwas sauber machen aber in wenigen Minuten könnten wir die Zimmer beziehen.
Es stellte sich raus, das es sich tatsächlich nur um ein Restaurant handelte und das die ganze Familie, ca. 6 Leute, einfach in eines der 3 Zimmer zog und für uns die anderen beiden Zimmer räumte. Wir waren überrascht, aber wegen der guten Lage und weil wir erschöpft von der Fahrt und dem Marsch durch den Dschungel waren, dachten das wir uns, das wir eine Nacht hier bleiben und uns am nächsten Tag etwas neues suchen würden.

Glasklares Meer, im Hintergrund das Restaurante La Pola, unsere Unterkunft.

Glasklares Meer, im Hintergrund das Restaurante La Pola, unsere Unterkunft.

Wir genossen den Tag am Meer, das Glasklare Wasser war wundervoll und nach ein Metern Entfernung von der Küste schwammen wir über den Korallenriffen. Und das Essen bei La Pola war auch fantastisch. Wir aßen frisch gefangenen frittierten Fisch, mit Reis, Patacon und Salat. Zwar konnte ich dieses Gericht, beziehungsweise immer die selben Beilangen seit Monaten, eigentlich nicht mehr sehen, aber der Fisch war Lecker.

Vor unserer Unterkunft bei La Pola genossen wir den Nachmittag am Meer

Vor unserer Unterkunft bei La Pola genossen wir den Nachmittag am Meer

Frische Langusten direkt aus dem Meer gab es bei La Pola auch.

Frische Langusten direkt aus dem Meer gab es bei La Pola auch.

Abends trafen wir uns mit meinem Studienkollegen Jose, der auf den Islas del Rosario im Oceanario sein Master Projekt machte. Wir liefen mit ihm ins Dorf der Isla Grande. Das Dorf, zu welchem wir, im dunklen, ca. 20 Minuten wieder durch die vertrocknete Vegetation mit Kopflampen liefen, war nicht sehr spektakulär. Ein paar Häuser, ein paar Straßen-Läden, und ein einziges Restaurant, in dem wir Hühnchen aßen. War ganz O.K das Hühnchen, aber wir wollten die nächsten Tage dann doch lieber wieder bei La Pola essen.

Doch dann passierte doch noch etwas spannendes im Dorf. Die ganzen Dorfbewohner, oder Inselbewohner, hatten sich versammelt zu einem Hahnenkampf. Ich hatte so etwas schon mal vor ein paar Jahren auf Kuba gesehen. Damals war ich nicht begeistert von der Tierquälerei und diesmal war ich es auch nicht. Trotzdem schauten wir uns das Spektakel an. Die Hähne wurden mit spitzen Haken bestückt und kämpfen ca. 15 Minuten lang bis einer der Hähne den Löffel ab gab… Das heftigste der ganzen Show waren die Menschen drum rum. Das ganze Dorf, beziehungsweise alle Männer der Insel hatten sich versammelt und jubelten um die wett. Sie wedelten mit ihren Geldscheinen in der Hand umher und wetterten was das Zeug hält. Und das alles mit sehr lauter Musik und viel Bier… Krasses Erlebnis.

Hahnenkampf Arena

Hahnenkampf Arena

Das "Spektakel Hahnenkampf" kann beginnen....

Das „Spektakel Hahnenkampf“ kann beginnen….

Der erste Tag auf den Islas war also sehr spannend. Doch dann kam die Nacht… Erstmal stellte sich raus, das meine Eltern eine riesige tote Ratte unterm Bett hatten und dann wurden wir alle von Bettwanzen zerfressen. Die Betten war feucht und das Haus war sehr stickig. Trotz Ventilator und Mückennetz konnten wir alle kaum schlafen wegen dem Lärm des Generators der die ganze Nacht über an war. Um ca. 6 Uhr am nächsten Morgen waren wir alle wach und fertig von der Nacht. Wir überlegten uns eventuell umzuziehen :D!!!….. und deshalb besprachen wir mit dem Sohn von La Pola, ob er uns mit seinem Boot, um die Insel fahren würde. Und das machte er dann auch, natürlich für ca. 200.000 pesos direkt  nach dem Frühstück. Wir fuhren um die Insel und schauten uns sämtliche Hotels an. Unter anderen fuhren wir zur Isla del Pirata, eine kleine Insel mit nur einem Resort drauf. Wunderschön, doppelt so teuer wie bei La Polar (Ca.200Euro die Nacht für uns alle in einem Zimmer) aber auf jeden Fall eine Überlegung Wert. Im Endeffekt blieben wir dann doch bei La Pola, wir dachten uns das wir eine Nacht noch überstehen würden und -Tagsüber war es ja an unserem kleinen privaten Strand direkt vor La Polas Restaurant, ohne Touristen, ein wirkliches Paradies.

Eines der Schlafzimmer bei La Pola. Der schein trübt, unter der Decke ist das Unheil versteckt!!

Eines der Schlafzimmer bei La Pola. Der schein trübt, unter der Decke ist das Unheil versteckt!!

Als wir nach 2 wundervollen Tauchgängen am nächsten Morgen auschecken wollten, um danach zurück mit dem Boot nach Cartagena zu fahren, hieß es auf einmal die Zimmer wären doppelt so teuer. Dies traf und natürlich weil wir wussten das die Nacht auf der Isla del Pirata dann doch genau der selbe Preis gewesen wäre… Nachdem André eine halbe Stunde mit La Pola diskutierte, zahlten wir den geforderten Preis und waren entsetzt das wir tatsächlich für so schäbige Zimmer ganze 80€ zahlen mussten.
Also als kleiner Tipp: bucht an der Karibik am besten immer das teuerste, weil das teuerste meistens nicht wirklich teurer ist als die schäbigen Unterkünfte und man ist sich sicherer das es sauber ist. Das einzige was wir also beim „Restaurante La Pola“ empfehlen können, ist das Essen. Ansonsten würde ich empfehlen ins Eco-Hotel La Cocotera oder auf der Isla del Pirata zu übernachten. Zum Eco-Hotel La Cocotera gehörte auch unsere Tauchschule und das Hotel sah wirklich toll aus ;)..

Hier ein paar Fotos Eindrücke unserer Tage bei La Pola auf den Islas del Rosario:

Der Hinterhof bei La Pola, dort wuschen wir uns auch (eine Dusche gab es nämlich nicht)

Der Hinterhof vom Restaurante La Pola, dort wuschen wir uns auch (eine Dusche gab es nämlich nicht)

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Unsere Badesachen hängen auf der Leine :D. Siehe rechts neben dem Haus unsere „Waschecke“.

Die Mitbewohner auf dem Hinterhof bei La Pola

Die Mitbewohner auf dem Hinterhof bei La Pola … Oink Oink :D!

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