Dschungel und Thermalbaeder in Pereira

Ankunft am Flughafen Pereira

Ankunft am Flughafen Pereira

Nach nur einer halben Stunde Flug von der Hauptstadt Bogotá nach Pereira, eine Stadt im Eje Cafetero (Kaffee Region), landeten wir in einem angenehm warmen Klima. Der Flughafen war übersichtlich und Pablo, unser Airbnb Gastgeber stand direkt vor der Ankunftshalle um uns abzuholen. Und wie wir schon in Bogotá bemerkten war Pablo, genauso wie die meisten Kolumbianer, ein sehr aufgeschlossener und kontaktfreudiger Mensch bei dem wir uns sofort wohl fühlten. Wir fuhren mit Pablos roten Kia durch die Stadt, die umgeben von Bergen und Kaffeeplantagen war. Die Umgebung überwältigte uns und die Luft war um weites angenehmer als in Bogotá, sofort ging es mir ein Stück besser. Nach 20 Minuten fahrt und interessanten Gesprächen über was wir alles am Wochenende zusammen unternehmen konnten, kamen wir bei Pablos Wohnung an, welche sich in einem grünen Häuserblock mit Pool und Sauna befand. An dem Abend machten wir nicht mehr viel. André besorgte uns Essen von der Straßenecke, mal wieder total günstig und lecker. Für nur umgerechnet 2,50€ gab es eine Suppe für mich und einen Teller Reis mit Gulasch und Salat für André. Dann machten wir noch die Bekanntschaft mit Pluto, Pablos Goldener Retriever, und fielen müde ins Bett mit der Erwartung in den nächsten Tagen auf den Kaffeeplantagen und der Landschaft des Kaffeedreiecks zu entspannen.

Überall am Straßenrand gibt es leckere Säfte

Überall am Straßenrand gibt es leckere Säfte

Am selben Wochenende machten wir einen atemberaubenden Ausflug mit Pablo und seiner Freundin Estefania. Wir fuhren morgens in die Berge zum Parque Nacional del Rio Barbas Bremen (übersetzt der National Park vom Fluss „Barbas Bremen“). Hierbei hat „Bremen“ nicht wirklich was mit der deutschen Stadt Bremen zu tun, sondern ist der Name eines großen haarigen Affens welcher der Legende nach in den Bergen des Nationalparks wohnt und Menschen frisst).

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Ich, Estefania und Pablo im Nationalpark Barbas Bremen, Pereira

Auf dem Weg in den Park aßen wir Frühstück in einem alten Bauernhaus mit blick auf die grüne und wunderschöne Berglandschaft. Nach dem Frühstück fuhren wir weiter auf den Berg und stiegen bei einem Wanderweg, der steil nach unten ging, aus. Wir wussten beide nicht was uns erwartete. Wir liefen circa eine Stunde bergab durch dichte Bäume und verschlungene Vegetation. Im Hintergrund hörten wir Affen-Geschrei und ab und zu konnte wir durch das Dickicht auf den benebelten Berg gegenüber schauen. Es sah tatsächlich aus wie im Regenwald und war einfach atemberaubend. Am Fuß des Berges gab es einen Fluss mit Wasserfall in dem wir badeten. Der Fluss war umgeben von etlichen bunten Schmetterlingen und die Sonne schien zwischen den Bergspitzen zu uns hinunter.

Frühstück auf dem Weg zum Nationalpark

Frühstück auf dem Weg zum Nationalpark

Rio Barbas Bremen

Rio Barbas Bremen

Erfrischung am Fluss Barbas Bremen

Erfrischung am Fluss Barbas Bremen

Wir verbrachten die nächsten 7 Tage bei Pablo, unter der Woche musste Pablo arbeiten und André und ich machten uns alleine auf den Weg in die Umgebung. Ein Tag fuhren wir in die Thermalbäder Santa Rosa’s. Es handelte sich um heißes Bergquellwasser. Dort saßen wir also mitten in den nebel bedeckten Bergen zwischen Wasserfällen in circa 30 Grad warmen Wasser und konnten gar nicht glauben das es tatsächlich Orte auf der Welt gibt an denen es nicht extrem Touristen überfüllt ist und man die Natur genießen kann ohne viel Geld dafür zu zahlen. Zudem stellten wir in den Thermalbädern fest das die Kolumbianer sehr interessiert sind an Leuten wie uns, die von außerhalb kommen. Wir lernten mehrere einheimische an diesem Tag kennen die uns viel über ihr Land erzählten und Tipps gaben für weitere Reisen durchs Land. Zu den Bergquellen gelangte man mit einer Art großen, alten, mit guten Musikboxen ausgestatteten LKWs, genannt Chiva, in dem man wirklich unbedingt gefahren sein muss, ein Abenteuer!

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Ein bisschen Spucke auf die Hand und die Schmetterlinge kommen von ganz alleine :D!

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